Die Donautalbahn

Der Bau der Donautalbahn, der Bahnstrecke von Regensburg über Ingolstadt und Donauwörth nach Ulm, wurde am 29. April 1869 vom Bayerischen Landtag genehmigt. Getrieben wurde der Bau der Strecke vor allem durch das Militär um unter anderem die Festung Ingolstadt an das Bahnnetz anzuschließen.

Im Vorfeld jedoch fand ein Tauziehen um einen direkten Bahnanschluss zwischen den Städten Kelheim und Abensberg statt. Als eine Entscheidung zugunsten Kelheims bereits abzusehen war, gab die Stadt Abensberg auf Anraten des damaligen Magistratsrats Nicolaus Stark einen detailierten Technischen Bericht ↗ in Auftrag, welcher am 30. November 1868 den Abgeordneten vorgelegt wurde. Aufgrund der beträchtlich niedrigeren Baukosten (die Kelheimer Variante hätte einen Tunnel benötigt) bekam die Variante Abensberg letztendlich den Zuschlag. Kelheim wurde durch eine Stichstrecke von Saal aus angebunden. Der Steinbruch in Offenstetten wurde ebenfalls durch eine Stichstrecke an die Haupttrasse angeschlossen.

Am 1. Juni 1874 fand die feierliche Eröffnung der unteren Donautalbahn statt. An diesem Tag fuhren von Regensburg und Ingolstadt aus zwei Züge Richtung Abensberg um sich dort zu den Feierlichkeiten zu treffen.

 

Herzlichen Dank an Hans Stark, der uns für diesen Artikel sein zum 100jährigen Jubiläum der Donautalbahn verfasstes Büchlein zur Verfügung gestellt hat:

Stark, Hans: Dampf – Öl, ein Schienenstrang. Die 100jährige Geschichte der unteren Donautalbahn. Kelly-Druck : Abensberg 1974. (hier auch zum Herunterladen)

 

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